Sonntag, 29. November 2009

Auf Burgentour

Ein interessanter Ausflug, zu drei Ruinen. Über sagenumwobenes und geschichtsträchtiges Gelände.

Ein weiterer wunderbarer November-Samstag k?ndete sich an. Bereits am Morgen in der Fr?he schien die Sonne, kaum eine Wolke am Himmel. Lediglich ein z?giger, und erst noch relativ warmer Wind, zog durch das Quartier. So entschloss ich mich heute, wieder einmal mit dem Mountainbike ein paar Ruinen in der Gegend aufzusuchen.

Es d?rfte ja bekannt sein, dass im Aargau, entlang der Gew?sser, fast jede Menge Burgen, Ruinen und Schlösser stehen. Zu den bekannteren gehören sicherlich die Lenzburg, Habsburg, Wildegg, Brunegg, Aarburg, Böttstein, Landvogteischloss und Ruine Stein in Baden um nur ein paar wenige zu nennen. Daneben gibt es aber auch noch ein paar, an denen f?hrt man meist fast achtlos vorbei. Vielleicht weil sie gut versteckt sind, oder weil sie tatsächlichmittlerweile zu Ruinen verfallen sind.

Ich begann nach dem Mittagessen mit der Fahrt in Richtung unteres Aaretal und besuchte als erstes die Ruine Freudenau.

Um 1240 wurde unterhalt des Zusammenflusses von Aare, Reuss und Limmat eine erste Br?cke gebaut. Zu deren Schutze erstellte man die Burg Freudenau. Die Ruine steht heute auf dem Gebiet der Gemeinde Untersiggenthal. Bereits gut 100 Jahre später, wurde ein Grossteil der Anlage bei einem Kriegszug der Zürcher zerst?rt. Um 1400 herum wurde der Rest von einem Feuer zerst?rt. Die Burg verfiel dann immer mehr.

Meine Fahrt ging bald weiter, vorbei an einem Denkmal an einen amerikanischen Bomberpiloten, der am Weihnachtstag 1944 unter Einsatz seines Lebens, seinen abst?rzenden Bomber eben nicht ins D?rfchen Würenlingen fallen liess, sondern auf dem nahen Ruckfeld abst?rzte. Weiter an der m?chtigen Linde, ebenfalls im Ruckfeld vorbei. Obwohl es heute ziemlich heftig über das Ruckfeld hinweg windete, blieb der Lindengiger ruhig. Das zugeh?rige Geocache habe ich aber dennoch abgeholt.

Wenig später treffe ich bei der Ruine von Tegerfelden ein. Schon manchmal bin ich hier durchgefahren. Doch heute habe ich sie mir etwas genauer angeschaut. Auch sie, scheinbar eine Burg ohne lange Geschichte. Um das 11. Jahrhundert entstanden und bereits in Urkunden von 1269 als Ruine bezeichnet. Vermutlich wurde sie ein Opfer einer Feuersbrunst um 1250 und wurde dann anschliessend nicht mehr aufgebaut. Das verhindert aber nicht, dass auch zu dieser Burg eine Sage entstand.

Bald fahre ich wieder zurück. Ich suche meinen Weg vorwiegend über Feldwege, fahre dabei am Fusse der Ruine Besserstein oberhalb Villigen vorbei, verpasse den richtigen Weg auf den Iberg hinauf, finde dann aber nach vielem hin und her doch noch die überreste der Ruine Iberg, oberhalb Riniken.

W?rde da nicht die Tafel der Kantons-Arch?ologie stehen, merkte man vielleicht gar nicht, dass da Reste einer Burg unter dem Laub und dem Ge?st liegen. Die Burg entstand vermutlich um das 11. Jahrhundert, fiel dann aber bereits im 12. oder 13. Jahrhundert einem Brand zum Opfer. Der Wiederaufbau wurde nicht abgeschlossen, da die Burg bereits vor Abschluss der Arbeiten verlassen wurde. Vermutliche Besitzer waren die Habsburger.

Auf dem Heimweg beginnt es bereits einzudunkeln. Es verbleibt noch ein letzter Augenblick für eine Foto auf den Alpenkamm. Dank dem Föhn, scheinen die Berge heute wieder einmal vor der Haust?re zu stehen.




Details zur heutigen Velofahrt
mit dem MTBike
Nachmittag einzelne_Wolken
 
40.2 Kilometer
47.7 km/h Maximale Geschwindigkeit
578 Höhenmeter
2:39 Stunden unterwegs
15.1 KM/h Durchschnitt
um 10 Grad

Profil im PDF-Format Höhenprofil dieser Fahrt
 



    weiter sagen mit:

    • Del.icio.us
    • E-mail
    • Evernote
    • Facebook
    • Google Bookmarks
    • LinkedIn
    • Mister Wong
    • MySpace
    • Technorati
    • Tumblr
    • Twitter
    • Yahoo! Bookmarks




von Urs, am 29.11.09 um 01:16

gefahren in: Aargau

in Ausflüge

einen Kommentar schreibenPermalinkgrosse DarstellungGoogleMap