Sonntag, 21. August 2005
3. Etappe: Ax les Thermes - St. Girons; Die Abkürzung
Während der ganzen Nacht hat es sehr ausgiebig geregnet. Am Morgen zeigte sich der Himmel Wolkenverhangen, kein Sonnenstrahl. So entschieden wir uns von Geländeabschnitt zu Geländeabschnitt wie es weitergehen könnte.Nachtrag zu gestern: ein kleiner Spaziergang durch Ax les Thermes mussten wir doch noch unternehmen. Denn schliesslich handelt es sich hier um eine Stadt, rund um schwefelhaltige Quellen. Nicht verwunderlich deshalb, dass aus mehr als einem Hotelgarten der altbekannte Geruch von Schwefel drang. Wegen des intensiven Regens allerdings kamen wir dann doch nicht allzu weit und genehmigten uns in einer der zahlreichen Bars einen Schlummerbecher.
Während der Nacht str?mte der Regen weiterhin im überfluss, teils sintflutartig, auf unsere Stadt herunter. Auch am morgen stiegen noch zu allen Wäldern dicke Nebelschwaden auf. Bei unserer Abfahrt nach neun Uhr regnete es zwar gerade nicht, es war aber allen klar, dass die heutige geplante Fahrt über die Pässe Souloumbrie, Port de Lers, Agnes und Latrape wohl nur teilweise abgeradelt werden konnte. Einerseits war nicht ernsthaft auf eine Wetterbesserung zu hoffen, andererseits fiel die Schneefallgrenze über Nacht bis gegen 1800 Meter. Es war empfindlich kühl.
Kurz nach Ax les Thermes beginnt der Aufstieg auf den Souloumbrie. Eine schmale Strasse, ohne Verkehr, durch grüne Wälder und über Wiesen. Aus der Strasse, einem Splittbelag wachsen Grasb?schel. Die Abfahrt nach Tarascon glich einem welligen Auf und Ab an den Hängen entlang des Ari?ge. Einzelne Sonnenstrahlen und abgetrocknete Strassen wurden immer h?ufiger unsere Begleiter. In Tarascon entschieden wir uns deshalb auch für die überfahrt über den Port de Lers und schickten schon mal die beiden Begleitfahrzeuge voraus.
Nach wenigen Kilometern Anstieg kam dann das Telefon von den Begleitfahrzeugen: "Volle Wanne hier oben". Das Tal dunkelte sich auch zunehmends zu und erste Regentropfen fielen auch schon wieder auf uns herab. So machten wir denn kehrt und fuhren wieder zurück nach Tarascon und weiter der Ari?ge entlang bis nach Foix. Dort in westlicher Richtung über zwei kleine Hügel nach St.-Girons unserem neuen Etappenort. Das Wetter meinte es einigermassen gut mit uns. Ausser Gegenwind und ein paar einzelnen Regentropfen kamen wir so tatsächlichhier noch trocken und hungrig an. Wegen der drohenden Wassermassen am Himmel verzichteten wir lieber auf ein Mittagessen.
Landschaftlich befinden wir uns derzeit in einer Art Voralpen. Alle Hügel sind bewaldet, da und dort ein Maisfeld, eine Kuhherde und ein paar Schafe. Alles ist sehr saftig und grün (Kunstst?ck bei diesem Wetter). Ausser den gr?sseren Ortschaften Tarascon, Foix, St.-Girons kaum ein Leben in der Gegend.
Auch hier in St. Grions sonntäglicheRuhe, so dass wir grüsste Mühe haben, ein geöffnetes Restaurant zu finden um dort unser Mittagessen noch futtern zu können.
Details zur heutigen Fahrt:
113.12 KM
52.0 KM Maximale Geschwindigkeit
1250 Höhenmeter
4:31 Fahrzeit
24.9 KM/h Durchschnitt
Kartenausschnitt 2. Etappe:
Fotoalbum:
Ergänzungen nach dem ersten Posting:
19.03.2011: Feldinhalte an EE2.x angepasst
in 2005 Pyrenäenrundfahrt •
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