Schon seit Wochen h?ngen in der Stadt kleine Plakate an den Gartenz?unen, dass die Jugendmusik heute Morgen zur Matin?e im Stadtgarten einl?dt. Etwas erstaunt war ich dann schon, dass sich heute Morgen in dieser herbstlichen Kälte vielleicht 30 Junge Leute hinter ihren Blasinstumenten einstimmten. Noch mehr gestaunt habe ich, als der Jugendmusikleiter verk?ndete, normalerweise k?nne er etwa 40 Jugendliche f?r solche Konzerte aufbieten, doch einige seien heute halt auf Geschäftsreise und deshalb abwesend. Ein Viertel der Jugend auf Geschäftsreise?
Wie auch immer. Nach den ersten beiden St?cken zum Aufw?rmen gings dann z?gig weiter. Sogar Petrus war diesem Einsatz freundlich gestimmt und vertrieb f?r eine gute Stunde s?mtliche Wolken über dem Brugger Himmel.
Nach einem weiteren Konzertblock der Stadtmusik und einem dritten und letzten gemeinsamen Teil von Stadtmusik und Jugendmusik zusammen, konnten wir dann vor dem Heimweg noch zu einem Apéroglas greifen.
Vielleicht t?usche ich mich ja, aber "gef?hlt" durchleben wir ein ziemlich merkwürdiges Jahr. Immer wieder und wochenlang Regen, fast jeden Monat einen heftigen Schneefall, dazwischen aber auch immer wieder lange, schöne, warme, gar heisse Abschnitte. Im Durchschnitt ist es ja dann vielleicht doch nicht viel anders als all die anderen Jahre auch, aber viel unregelm?ssiger und mit viel mehr heftigen Ausschl?gen in die Extreme.
In den letzten Wochen, mit diesen schönen warmen Tagen, kamen bei mir schon Zweifel, ob ich wohl meine Herbstfahrt auf dem Renner zu fr?h angesetzt hätte. Heute jedenfalls wussten die Zeitungen schon davon zu berichten, dass im Bündnerland bereits f?nf Pässe wegen der heftigen Schneef?lle geschlossen seien. Mal sehen, wie sich das weiter entwickelt.
Noch aus den letzten warmen Tagen, r?hrt das heutige Bildchen her. Ein Prachtsexemplar von einer Spinne, sonnte sich kürzlich nach getaner Arbeit in unserem Garten in ihrem Netz.
Die beiden heutigen Fahrten sind schnell beschrieben. Am Morgen fuhr ich von Beginn weg durch ziemlich dichten Nebel. In der N?he von Ortschaften ging das ja noch einigermassen. Doch im Furttal, durch die Landwirtschaft, da lag er heute wirklich faustdick auf der Strasse. Kein Sonnenaufgang, rein gar nichts. Nur graue Suppe.
Es ist schon irgendwie merkw?rdig. Da fahre ich nun zum x-ten Mal diesen Weg, man sollte glauben, dass ich ihn mittlerweile auch gut kenne, die Distanzen einigermassen im Griff habe und auch die Gegenst?nde, die am Strassenrand herumstehen, ja bekannt sein sollten. Aber wenn dann so ein dichter Nebel sich breit macht, sieht das alles ganz anders aus. Plötzlich sind die Velowege fertig, oder die Auffahrt auf den Veloweg beinahe verpasst. Der Verkehrsmessapparat, der schon seit Wochen am Strassenrand steht, nimmt plötzlich menschliche Gestalt an. Ganz zu schweigen, von den unbeleuchteten Velofahrern, die plötzlich vor einem auftauchen.
Die Nebelsituation heute Morgen im Furttal war nochmals anders, als was man schon von fr?her her kannte. Er befand sich zwar wieder in den Senken der Landschaft, doch auf den Hängen, bis zum Waldrand hinauf, lag ein ganz d?nner und fast durchsichtiger Schleier. So d?nn, dass ich auf der Kuppe, wo der Nebel gestern ja eine w?hrschafte Mauer bildete, quasi über dem Nebel sass, während die Strasse eben von diesem Schleier bedeckt war. Naja, jedenfalls fast. Manchmal erinnern mich solche Situationen an ein Kinderbuch aus meinen Jugendtagen. Da war der Herbst auch so dargestellt. Mit dicken, feuerroten ?pfeln an den Bäumen, und weisse Nebelschleier am Boden, dazu spaltete der Bauer einen Haufen Holz. Heute müsste man dieses friedliche Bild soweit ab?ndern, dass statt des Bauern, Maschinen über den Acker fahren und dabei irgendwelches Gem?se automatisch geerntet wird.
Auch dieser Morgen, war wieder ganz anders, als alles was ich bisher schon erlebt hatte. Bis nach W?renlos, bis zur Einfahrt ins Furttal, schien alles nochmals wie gestern abzulaufen. Doch auf der ersten kleinen Kuppe im Furttal lag dann doch der Nebel. Wie so eine Mauer, wanderte er langsam talausw?rts. Vor der Kuppe schien er sich zu stauen. Jedenfalls war während ein paar hundert Metern kaum mehr etwas zu erkennen. Anschliessend fuhr ich unter dem Nebel durch. Ich kam mir vor, fast wie in einer Glocke. Dieses Glockengef?hl verst?rkte sich noch, als ich kurz vor Zürich nochmals durch eine solche Nebelmauer fahren musste. Die war aber gl?cklicherweise viel d?nner als die erste auf der Kuppe. Der ganze Sonnenaufgang spielte sich heute eben über dem Nebel und später dann hinter den Häusern von Zürich-Nord ab.
Am Morgen war der Himmel klar. Nur um die L?gern tummelten sich ein paar Nebelschleier. Mit der Einfahrt ins Furttal begann auch der Sonnenaufgang. Die paar Schleierwolken am Himmel waren anf?nglich feuerrot. Am Boden, in den Talsenken lagen d?nne, fast durchsichtige Nebelschleier. Weisse Schleier in einer dunklen, noch fast schwarzen Nacht. Da und dort ein Licht, vielleicht von einem einzelnen Haus, vielleicht von einer Strassenlaterne. Auf der grossen Wiese standen ein paar K?he, direkt vor dem weissen Schleier des Nebels. Einzelne Bäume, die einen rund wie Kugeln, die anderen schmal und hoch, hoben sich vom Dunst des Nebelschleiers ab. Am Himmel wurde es rasch immer heller. Das Feuerrot erlosch langsam zu einem Orange, später Gelb. Nur eine einzelne Wolke, gab ihre Farbe noch nicht weg.
Ich bin nun ja schon manchmal diese Strecke gefahren. Doch jeder Morgen ist anders. Vielleicht immer etwa die gleiche Uhrzeit, aber verglichen mit dem Sonnenstand immer etwas anders. Doch heute Morgen, das war wieder einmal klar einer der schönsten Sonnenaufg?nge. Für einen Montagmorgen sicher ein gutes Zeichen f?r die ganze Woche.
Noch ist es zwar nicht ganz so weit, doch diese Woche werden wir nun ja auch astronomisch gesehen in den Herbst eintauchen. Um so mehr genossen wir die heutige Nordic-Walking-Runde um den Klingnauer - Stausee. Der fast makellose blaue Himmel, das blaue, ruhig daliegende Wasser des Sees m?gen vielleicht über das alternde Jahr hinweg get?uscht haben. Doch die Schatten waren bereits zur Mittagszeit deutlich länger als ?blich. Auch die Temperatur war trotz Mittagszeit und Windstille bei weitem nicht mehr so warm wie noch vor ein paar Wochen. Auch das Schilf, ist zwar noch immer grün. Doch das Grüne wirkt etwas trocken, d?rr, gealtert eben.
Auf dem See selber schien wieder einiges los zu sein. Heerscharen von Vogelbeobachtern mit Notizbl?cken und langen Teleskopen auf Fotoappareten und Fernrohren, hatten heute wieder alle Hände voll zu tun. In der Mitte des Sees war denn auch ein Schwarm von mir unbekannten Wasserv?geln auszumachen.
Die Wetterprognosen f?r heute waren ja nicht so schlecht. Die Quartierstrassen trocken, regnen sollte es eigentlich nur in den Voralpen.
Sterne sah ich bei der Wegfahrt zwar keine, was immerhin auf einen bedeckten Himmel schliessen liess. So allm?hlich, mit dem heranbrechenden Tag, realisierte ich dann, dass ich vermutlich gerade so entlang einer Wetterfront fahre. Über mir schien der Himmel zweigeteilt zu sein. Während in Fahrtrichtung in nicht allzuweiter Ferne Nebel, vielleicht auch Niederschl?ge zu erwarten waren, lockerte sich hinter mir das Wolkenfeld mehr und mehr auf.
So überraschte es denn auch nicht wirklich, dass ich die letzten paar Kilometer des Arbeitsweges doch noch auf einer ziemlich feuchten, aber nicht mehr spritznassen Strasse zurücklegen musste.
Schon erstaunlich, wie sich der Veloschrott immer wieder findet. Für nicht Eingeweihte muss vielleicht noch erg?nzt werden, dass sich dieser Sammelplatz ganz am Ende einer langen, doppelten Reihe von Velost?ndern befindet. Velost?nder die oftmals von Pendlern ben?tzt werden, da er sich in nächster N?he am Bahnhof befindet. Aber auch der Neumarkt, mit Coop und Migros und einigen anderen Geschäften, befindet sich ebenfalls ganz in der N?he.
Erstaunlich aber auch, dass man sein Velo einfach so vergessen kann. Oder ist das vielleicht alles "entlehntes", geklautes und ausgeschlachtetes Diebesgut?
Ich wage mal zu behaupten, dass dies hier im Verlaufe eines Jahres, f?r mindestens ein Dutzend Velos die Endstation ist.
Erstaunlich, dass so ein bisschen Wind, den ganzen Nebel fernhalten kann. So konnte ich heute Morgen, zwar mit etwas wenigem Wind aus allen Richtungen wie mir schien, aber wenigstens ohne Nebel, zur Arbeit fahren. Heute kam ich im Furttal sogar in den Genuss eines Sonnenaufganges. Die Wolken waren wieder wie gestern Abend eher in Streifen gelegt. Zeitweise verbreitete sich ein rotes Licht. Anfänglich nur am Rande der Wolken, bevor dann schlussendlich die ganze Wolkendecke von einem Purpurrot über Orange zu Gelb wechselte. Die Sonne allerdings sah ich nie. Daf?r war die Wolkendecke dann wohl doch wieder zu dicht.