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Als Aargauer unterwegs
(Spass auf schmalen Reifen)

Montag, 10. August 2009

9. Tag: Jausiers - St. Chaffrey

Obwohl ich da gestern Abend in einer Jugendherberge gelandet war, durfte sich das Morgenessen durchaus sehen lassen. Pariserbrot, M?esli mit Milch, sogar ein St?ck Kuchen war da. Auch die franz?sischen, furchtbar weichen "Teiggebilde", gef?llt mit Schokolade waren da. Es fehlte lediglich der K?se. Aber ich konnte meine Kalorien f?r den heutigen Tag problemlos auch so zusammensuchen.

Trotz des Sonntags, konnte schon sehr fr?h gefr?hst?ckt werden. Jedenfalls konnte ich ohne Hetzen das Haus bereits vor 09:00 verlassen. Die paar Kilometer vom Col de la Bonette nach Jausieres hinunter fahren. Dort machte ich wieder mal ganz bewusst Pneudruck-Kontrolle, pumpte hinten und vorne etwas, f?llte die Bidons am Dorfeingang auf und los ging es.

Ang?nglich natürlichdie gleiche Strecke wie gestern Abend. Durch das schmale Tal des Ubaye hinauf nach St. Paul. Es war in den T?lern noch sehr kühl und schattig. Ich fahre ja schon wieder eine ganze Weile im Grenzgebiet von Italien und Frankreich. Da kleben, manchmal milit?rische Bauten an den Felsw?nden. Möglicherweise strategische Überbleibsel aus den Weltkriegen.
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von Urs, am 10.08.09 um 00:44

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Sonntag, 09. August 2009

8. Tag: St. Etienne de Tinée - Jausieres

Passh?he MoutiereDas Morgenessen, heute eher eine einfache Sache. Die f?r Frankreich ?blichen Pariserbrote, etwas Konfit?re und Butter. Auf Wunsch kamen dann noch Milch und Fl?ckli dazu. Statt einem Yoghurt gabs Apfelmus. Naja, Hauptsache der Magen wird gef?llt.

Die Fahrt ging heute wieder praktisch von der Bettkatte an bergauf. Die Gewitter und der Regen von gestern hatten sich verzogen, liessen aber mal die Kumuluswolken noch stehen. So ging es wieder einmal durch schmale T?ler, auf schmalen Strassen hinauf zum Col de la Moutière. In Saint Dalmas le Selvange f?hrt die Strasse am Ende eines Parkplatzes weiter. Keine Tafel, nichts. Einfach eine Br?cke und danach der geteerte Feldweg. Also wieder einmal ein v?lliger Nebenpass. Keine Motorr?der, nur ein einziger anderer Velofahrer, keine Mountainbiker. Erstaunlicherweise einer mit einem Wohnmobil, sowie drei Touristen in ihren PW's, aber die hatten sich wahrscheinlich verirrt. Sie kamen jedenfalls alle zurück.
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von Urs, am 09.08.09 um 00:09

gefahren in: • FrankreichProvence-Alpes-Côte d'Azur

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Ausflüge

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Freitag, 07. August 2009

7. Tag: Demonte - St. Etienne de Tin

Passh?he LombardeDer Tag begann f?r italienische Verh?ltnisse untypisch. Neben meinem Tisch, stand bereits so eine Art Servierboy mit allem möglichen drauf, was man sich zum Morgenessen w?nscht. Sogar eine Sorte Fl?ckli war da. Überhaupt hatte ich die Dame des Hotels schon beim Nachtessen im Verdacht, dass sie besonders gut zu mir schauen wolle. Ich bekam etwas mehr Tortellini als alle anderen, auch der Salatteller schien mir eine Nummer geh?ufter als bei den anderen G?sten. Selbst das Truthahnschnitzel sprengte meine bisherigen Erfahrungen. Zwischen dem zweiten Gang und den Dolci stellte sie mir noch eine K?seplatte hin. Ich konnte nehmen so viel ich wollte. Mittlerweile waren die anderen G?ste schon alle gegangen und sie brachte mir stolz einen Riesencoupe mit Glac?. Soll eine italiensiche Spezialit?t gewesen sein. Identifiziert habe ich mit Sicherheit: Schokolade, Vanille und Mocca. Da war aber noch vielleicht Mango drauf und Citrone. Schlagrahm nicht allzuviel, daf?r das ganze noch übergossen mit einer Schokoladensauce. Die Dame weiss glaub, was ich gerne habe.
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von Urs, am 07.08.09 um 23:21

gefahren in: • FrankreichProvence-Alpes-Côte d'AzurItalienPiemonte

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2009 Hautes-Alpes Ausflüge

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Donnerstag, 06. August 2009

6. Tag: Stroppo - Demonte

Ein weiterer schöner Tag begann. Ich konnte es in diesem engen Tal vorerst nur ahnen, musste mich richtig zum Zimmerfenster hinauslehnen, um wenigstens ein kleines St?ck vom blauen Himmel ersp?hen zu können. Leider fand das gestrige feine Nachtessen im heutigen Morgenessen keine Fortsetzung mehr. Aber man weiss ja, dass die Italiener nicht die grossen Fr?hst?cker sind.

Die Fahrt f?hrte heute morgen ab Ponte Marmora direkt in den Aufstieg zum Esischie. Schmale kühle Schlucht, aber irgendwie noch romantisch. Das GPS brauchte eine ganze Weile, bis es endlich seine Satelliten gefunden hatte, da hatte ich dann schon die ersten Wegentscheidungen selber treffen müssen.

Gem?ss meinem Höhenmeterprofil, hatte ich mir einen schön regelm?ssigen Pass, mit einzelnen Verschaufpausen vorgestellt. Doch da waren viel mehr zus?tzliche flachere St?cke drin. Und irgendeinmal muss man daf?r "b?ssen". Denn die Höhenmeter müssen doch überwunden werden. Und wie!! Da waren selbst die Mountainbiker überfordert und haben geschoben. Ich selber musste mehr als einmal die Schieberei anhalten und dazwischen verschnaufen. Wenn das keine 20% waren. Ich trage Schuhe mit den Klickies die in die Gummisohle eingelassen sind. Normalerweise h?rt man nichts beim gehen. Doch heute, an den steilsten Rampen, rutschte ich auf dem Teerbelag. Ich konnte nur noch auf den Zehenspitzen gehen. Das vielleicht die schwierige Seite des Passes.
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von Urs, am 06.08.09 um 23:59

gefahren in: • Piemonte

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2009 Hautes-Alpes Ausflüge

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5. Tag: Rua - Stroppo

Heute war, glaube ich, mein Glückstag. Beim Aufstehen am Morgen schon wieder wolkenloser Himmel. Das Wetter einigermassen kühl (muss warscheinlich so sein bei 1700 Meter über Meer). Die Fahrt auf den Agnel verlief deshalb und trotz des fehlendes Waldes, auch problemlos. Schon von weit unten ist die Passhöhe zu erkennen. Vermutlich wegen des schönen Wetters, war der Pass aber auch mit vielen Touristen überladen. Schon lange vor der Passhöhe, standen beidseits der Strasse parkierte Autos herum. Ich vermute mal, dass das wieder ein "Kult-Pass" ist. Einige sind sicherlich nur hier oben, um auch mal d?nne Luft schnuppern zu können. Jedenfalls habe einige besorgte M?tter ihre Kinder mit wärmeren Kleidern angezogen, während die M?tter selber ..... aber das ist ein anderes Thema.

Auch auf diesem Pass gibt es nicht wirklich etwas Monumentales zu fotographieren. So muss man dann halt mit einer ziemlich bescheidenen Passtafel zufrieden sein. Hingegen die Aussicht, sowohl auf die franz?sische Seite wie auch auf die italienische Seite waren heute ph?nomenal.
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von Urs, am 06.08.09 um 00:59

gefahren in: • FrankreichProvence-Alpes-Côte d'AzurItalienPiemonte

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2009 Hautes-Alpes

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Mittwoch, 05. August 2009

4. Tag: Cesana(I) - Rua(F)

Passh?he IzoardEin perfekter Tagesanfang: von meinem Balkonfenster konnte ich einen wolkenlosen Himmel ausmachen. Auch das Morgenbuffet überstieg wieder meine Erwartungen. Doch während dem ich am Essen war, brachte der Kellner dauernd neue Sache aus der Küche. Irgend einmal ist auch mein Magen voll und ich konnte l?ngst nicht von allem Kosten.

Der Morgen war vielleicht etwas kühl. Das schadete aber nichts, denn die Strasse auf den Montgenèvre f?hrt an der angeschienen Seite des Tales, waldlos, grüsstenteils den Felsw?nden entlang, in die Höhe. Ein paar k?rzere Tunnels gaben noch etwas Verl?ngerung in die Kühle des Morgens.

Auch der Montgenèvre ist nicht so ein richtiger Pass mit Passtafeln und Angaben zu Metern über Meer. Ungefähr am höchsten Punkt steht eine Obelisque. Doch heute hatte ich hier irgendwie Pech. Sie war teilweise wegen Bauarbeiten an diesem Kreisel verdeckt. Gleich nebenan fand irgend ein Touristen-Event mit viel Mountainbike, Ausstellungsst?nden, lauter Musik und der ganzen Palette von Kraftfutter, wie Sponsor und Isostar usw. statt. Montgenèvre scheint ein richtiger Skiort zu sein. Fast kein Hügel in der Umgebung, auf den nicht eine Sessel- oder Gondelbahn f?hrt.
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von Urs, am 05.08.09 um 00:01

gefahren in: • FrankreichProvence-Alpes-Côte d'AzurItalienPiemonte

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2009 Hautes-Alpes Col d'Izoard Col de Montgenèvre

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Montag, 03. August 2009

3. Tag: Susa - Cesana

die gef?rchtete PisteEin überraschend reichhaltiges Buffet (wenigstens f?r italienische Verh?ltnisse) begr?sste zum Morgenessen. Weniger freundlich gab sich das Wetter. Überall dr?ckten sich Nebel- und Wolkenfetzen herum. Ich hielt es jedenfalls nicht f?r n?tig, mich mit Sonnencr?me einzuschmieren.

Die Abzweigung und den Beginn der Auffahrt auf den Colle delle Finestre, zeigte mir mein GPS. Schon bald nach dieser Abzweigung fing die Steigung an. Gerade von Anfang an mindestens 10% und so sollte es auch bleiben bis am Schluss. Selbst in den unz?hlig vielen Spitzkehren, kaum eine Verschnaufpause. Hie und da vielleicht mal ein paar Meter weniger steil. Viel f?hrt durch den Wald. In den Spitzkehren kann man ab und zu ins Tal oder an die anderen Bergh?nge hinÜberschauen. Leider fing der Nebel schon bald eine graue Front am Talausgang zu bilden, so dass von dieser viel gepriesenen Pracht nicht mehr viel ?brig blieb. Lange wird man im Wald vom Pl?tschern eines Baches begleitet. Die Strasse ist zwar schmal, aber tatsächlichfast makellos. Kaum ein Flicken. An der Strasse selber, aber auch im Wald sind immer wieder St?tzmauern sichtbar.
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von Urs, am 03.08.09 um 23:04

gefahren in: • ItalienPiemonte

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2009 Hautes-Alpes Ausflüge Colle delle Finestre Sestriere

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Sonntag, 02. August 2009

2. Tag: Santhia - Susa

SphinxGestern, nach dem Verlassen des Lago d'Orte wurde es immer flacher. Wenigstens in Blickrichtung waren keine richtigen Berge mehr in Sicht. Ich glaube, ich habe sie gestern bereits vermisst. Denn ab Turin, der erste Wegweiser Richtung Aosta und Mont-Blanc war gerade durch, da standen sie schon wieder da. Ich wartete noch ein paar Kilometer, bis ich die Berge "in meinem Tal, also irgendwo hinter Susa, fotographieren konnte.

Der Reihe nach erlebte ich diese zweite Flachetappe so: die n?chtlichen Gewitter haben nicht richtig gek?hlt. Waren vermutlich auch zu weit weg. Die letzten Wolkenb?nke machten der Sonne jedenfalls schon bald wieder Platz. Fuhr ich gestern stundenlang durch Reisfelder, ?nderte sich das nach Santhia abrupt. Kein einziges Reisfeld mehr, daf?r Maisfelder. Anfänglich in unÜberschaubaren Gr?ssen. Mit der N?he von Turin, machten die Maisfelder aber mehr und mehr verwilderten Wiesen und Gestr?pp Platz. Wenn auch die Strassen noch fast so schnurgerade wie gestern waren, so waren doch die D?rfer wieder näher beisammen und auch deutlich gr?sser.
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von Urs, am 02.08.09 um 22:15

gefahren in: • ItalienPiemonte

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2009 Hautes-Alpes

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1. Tag: Ascona - Santhia

Fahrbereit, endlich kann es losgehenUm es vorweg zu nehmen: Santhia liegt am Rande der Poebene, etwa 50 oder vielleicht auch 60 Kilometer von Turin entfernt. Die nächsten gr?sseren St?dte d?ften Biella und Vercelli sein.

Die erste heutige Etappe dorthin war wie erwartet ziemlich flach. Zu erst entlang dem Lago Maggiore bis nach Verbania, dann über einen Hügel an den Lago d'Orte. Am Ende nochmals einen Hügel. Der Rest war gef?hlsm?ssig ziemlich flach. Obwohl: ich bin schon ein bisschen erschrocken, als am Strassenrand die 10% - Tafel f?r die Colli Novarese standen. Aber mehr als gef?hlte 5 % d?rften es dann doch nicht gewesen sein.

Entlang der Seen war die Temperatur noch auszuhalten. Ein L?ftchen wehte fast immer. Die Strasse wies viele Kurven und Unebenheiten auf. Für den Velofahrer wenigstens irgendwie abwechslungsreich. Auch die Sicht wechselte immer wieder durch D?rfer und entlang von Wäldern oder eben der beiden Seen. Wenig später allerdings, bald nach Borgomanero wurde es immer heisser, eint?niger, die geraden Strecken immer länger, die D?rfer immer weiter auseinander. Mein Wasservorrat ging langsam zur Neige. Vermutllich habe ich hier auch meinen Motor einen Moment lang überdreht. Jedenfalls musste ich an einem der seltenen Schattenpl?tze anhalten und Beine und Kopf etwas ausruhen lassen.
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von Urs, am 02.08.09 um 00:52

gefahren in: • ItalienPiemonteSchweizTessin

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2009 Hautes-Alpes

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