Swiss Border Ride 2006; 10. Nenzing(A) - Brugg
GPS leitete mich vorerst noch über ein paar kleinere Hügel, allesamt bewaldet und deshalb auch noch schön kühl. Teils idyllische und verschlafene Situationen mit kleinen Seelein und noch geschlossenen "Pommes-Frites-Buden". Die Fahrt ging rossr?umig um Feldkirch herum, später dann über das Schwemmland des Rheins und kurz vor Bregenz an den Bodensee. Die Sonne stand nun schon deutlich h?her und damit wurde es dann auch immer heisser und heisser. Während im Schwemmland vor allem Mais- und Sonnenblumenfelder zu sichten waren, sind die Abh?nge am Bodensee vorwiegend den Apfelplantagen gewidmet. Überall dem Bodensee entlang sind sehr gute und vor allem auch breite Velowege angelegt. Neue werden laufend gebaut. Einige davon ben?tze ich, weil sie einfach gerade so in meinen Fahrplan passen. Grunds?tzlich aber sind sie sehr stark von allen möglichen Touristen und Velofahrern befahren. Die einen schön in ihrem Velodresses und den Rennschuhen, andere einfach in kurzer Hose mit Schuhen bis hin zu Badeschlappen auf Klickpedalen. Die Gesichtsausdr?cke sind dann auch entsprechend der Rangordnung der Bekleidung. Die einen eher verbissen, versuchen veilleicht in einem Tag um den Bodensee zu fr?sen(?), die anderen eher leidend, sei es nun wegen der Schuhe, der Kleider oder des fehlenden Wassers. Denn das ist mir auch noch aufgefallen: Sehr viele Brunnen, entlang des Bodensees tragen gross und unÜbersehbar das Schild "kein Trinkwasser". Ob das wirklich wahr ist, oder nur ein touristischer Trick? Ich hab es nicht ausprobiert. Die Mittagessenszeit naht. Aber was ist denn das? Fast alle haben heute Wirtesonntag oder sind einfach so geschlossen. In Berlingen, mitten in irgend einem Fest, werde ich dann endlich fündig. 100 Kilometer sind gefahren. Bei einem schönen Ausblick auf den Bodensee und direkt hinter einer kleinen Hafenanlage vor dem Hotel nehme ich Platz und verpflege mich. Punkt um eins beginnt die Chilbi zu rattern und zu tosen. Aber was soll es, es ist sowieso Zeit aufzubrechen. Der Rest bis nach Schaffhausen hinunter verl?uft problemlos. Fototermin auf der Rheinbr?cke und im Hintergrund der Munot-Turm (glaube ich wenigstens). In Schaffhausen hat GPS alle möglichen Ideen und so ist ein längeres Kartenstudium angesagt. Entschliesse mich dann doch den Anweisungen von GPS zu folgen; verlasse so Schaffhausen in n?rdlicher Richtung. Hallau, und eine Gegend die sich stolz "Blauburgunderland" nennen, durchfahre ich und verlasse dann bei Trasadingen nochmals die Schweiz. Mich trifft fast der Schlag, als ich an einer Tankstelle 37 Grad angeschrieben sehe. Die Gegend zwischen Trasadingen und Lauchringen gleicht einer Hochebene, viel Getreide w?chst und es ist eine br?tende Hitze. Glücklicherweise scheint sich ein Gewitter anzubahnen und es ziehen ab und zu Schattenfelder über die Gegend. GPS versucht mich über irgend einen Hügel nach Zurzach und später auch noch über den Zurzacherberg zu locken. Ich winke dankend ab, schalte die Navigation aus. Den Weg nach Waldshut hinunter finde ich auch so und später der Aare entlang nach Hause ist ja sowieso meine Heimstrecke. Irgendwann, jedenfalls noch vor 19 Uhr komme ich zu Hause an. Die Schweiz ist umrundet und ich bin irgendwie gl?cklich und ger?hrt in einem, dass doch alles so gut abgelaufen ist.
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erhaltene Kommentare:
Willkommen zur?ck in Brugg. Eine starke Leistung von dir. Mein gestriger Kalenderspruch passt dazu:
“Es ist unglaublich wie viel Kraft die Seele dem K?rper zu leihen vermag.”eingetragen von .(Javascript muss aktiviert sein, um diese E-Mail-Adresse zu sehen) am 25.07.2006 um 09:41
Herzliche Gratulation zur erfolgreichen Durchf?hrung des Swiss Border Rides! Eine grossartige Leistung! *den Hut zieh*
eingetragen von beat am 25.07.2006 um 10:39
Lieber Herr Himmelrich
Im Namen von Swiss HOPE International m?chte ich Ihnen ganz herzlich zu Ihrem Swiss Border Ride 2006 gratulieren. Alle Vorstandsmitglieder verfolgten mit Interesse Ihre humorvollen Berichte. Ihre sportliche Leistung und Ihr Einsatz f?r unser Velopatenschaftsprojekt sind bewundernswert.
Ich m?chte Ihnen, im Namen des gesamten SHI-Vorstandes, nochmals ganz herzlich daf?r danken und freue mich darauf, Ihnen die Berichte aus Uganda ?bermitteln zu k?nnen.
Herzliche Gr?sse!eingetragen von Nicole Ott (Vizepr?sidentin SHI) am 25.07.2006 um 15:27
Hoi Urs
ja - es ist der Munot
Herzliche Gratulation zu Deiner Leistung, welche Du mit einer solchen Bravour hinter Dich gebracht hast.
Ich w?nsche Dir gute Erholung.
Viele Gr?sse
Rolfeingetragen von .(Javascript muss aktiviert sein, um diese E-Mail-Adresse zu sehen) am 25.07.2006 um 20:47
Danke Euch allen. Es freut mich sehr, dass Ihr mich begleitet und an mich gedacht habt.
eingetragen von .(Javascript muss aktiviert sein, um diese E-Mail-Adresse zu sehen) am 26.07.2006 um 11:57
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