Swiss Border Ride 2006; 7. Lugano nach Promontogno
Dann über einen Hügel nach Menaggio hinunter an den Lago die Como. Irgendwie enttäuschend. Das meiste scheint private Uferpromenade zu sein, am Rest wird kräftig gebaut. Dazu führte ein rechtes St?ck der Strasse durch Tunnels. Trotz GPS wagte ich ein paarmal aussen herum. Es klappte aber nicht. Fahrverbote selbst für "Biciclettas", untermauert mit entsprechenden Ketten und anderen baulichen Massnahmen. So montierte ich dann halt doch meine Beleuchtung und dr?ckte mich durch die teils kilometerlangen Tunnels. Auch an diesem See, kein Badevergn?gen. Aber da gabs noch den Lago die Mezzola, eine kleine Pf?tze am oberen Ende des Lago die Como. Sehr schöne Kanalsituation zwischen den beiden Seen, doch auch hier kein Zugang, keine Strasse, nur 100erte von Metern Schilfg?rtel. Beim Mittagessen in einer Pizzeria von Novate-Mezzola dann ausgedehntes Karten-Studium und GPS-Studium. Da gab es einen Weg, mitten durch die Talebene, entlang dem Fl?sschen Mera. Deshalb kurz umkehren, und dem Fl?sschen entlang in Richtung Chiavenna fahren. Grosse Maisfelder wechselten ab, mit einer Art Kiesgewinnung aus dem Fluss. Dazwischen eine Motocross-Piste, verfallene Häuser, jedenfalls eher Schuttablage als Badestrand. Chiavenna kam näher und das Badevergn?gen für heute war verpasst. Die Strecke ab Chiavenna bis hier nach Promontogno, direkt nach der CH-Grenze, war für mich mit dem Anhänger gerade die Grenze des Machbaren. Den Füssen (und den Blattern vom Simplonmarsch) zuliebe, kurbelte ich mein Gef?hrt in die Höhe, bis hier zum Hotel Fanconi. Viele Spuren und bauliche Massnahmen deuten darauf hin, dass das Hotel früher vermutlich eine Tankstelle war. Früher, als die Grenze zu Italien noch eine richtige Grenze war und vor allem keine Schnellstrasse um das Dorf herumf?hrte. Das Velo übernachtet heute wieder etwas einfacher, eingeklemmt in einer Art Lagerhalle für Einbaum?bel und bewacht von einem "Bello". Für die, die es genauer wissen m?chten: Im Moment habe ich mehr Blasen an den Händen und den Füssen als am Ges?ss. An den Händen verdicken die sich langsam zu Hornhaut. D?rfte vermutlich daherr?hren, dass ich den Lenker wegen der Schauklerei des Anhängers etwas besser halten muss, als sonst ?blich. Marschieren in den Mountainbikes-Schuhen geht zwar besser als mit den Rennschuhen, ist aber halt auch relativ ungewohnt. Ges?ss: kein Problem, das hat sich schon l?ngst an den Sattel gew?hnt. Etwas Sorge macht mir zeitweise die Verdauung. Nichts schmeckt mehr so, wie es sollte, und alles ist trocken. Denke, dass das am grossen Wasserkonsum liegt. Habe zum Mittagessen in der Zwischenzeit von normalem Mineralwasser über Coca-Cola nun zu Ice-Tea gewechselt. Im weiteren habe ich mir angew?hnt, an fast jedem Brunnen den ich sehe, das kochende Bidonwasser von mindestens einem der beiden Bidons jeweils mit frischem, kühlen Wasser zu ersetzen.
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